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Was ist Ruby? 21/06/06
Ruby ist eine objektorientierte, interpretierte Programmiersprache. Sie hat ihre Wurzeln in Perl, Smalltalk, Python, LISP, Bash und CLU - und wird selbstverständlich in allen Webspace-Paketen von adino.at Internetservice unterstützt.

  • Einfache, lesbare Syntax
  • Rein objektorientierte Sprache, ähnlich Smalltalk
  • Alles ist ein Objekt
  • Mixins: Einbinden von Modulen in eine Klasse (statt Mehrfachvererbung)
  • Singleton-Methoden
  • Umbenennung und Erweiterung vorhandener Klassen zur Laufzeit
  • Iteratoren
  • Operatorüberladung
  • Introspektion (auch als Reflection bekannt)
  • Duck Typing (eine Form der dynamischen Typisierung)
  • Ausnahmebehandlung über Exceptions
  • automatische Speicherbereinigung (englisch garbage collection)
  • Unterstützung der regulären Ausdrücke von Perl (allerdings noch unvollständig)
  • Hohe Portabilität (z. B. Unix, Windows, DOS, Mac OS X, OS/2, Amiga, SkyOS, ZETA, usw.)
  • Steht wahlweise unter der GPL oder einer eigenen Lizenz
  • Einheitliche Anbindungen an die meisten Datenbanken
  • Weites Einsatzgebiet (Kommandozeile, grafische Oberfläche, Webapplikation)
  • Interaktive Rubykonsole (irb)
  • Einheitliche Dokumentation direkt im Quellcode, ähnlich Javadoc (rdoc)
  • Code-Blöcke als Methoden-Argumente, insbesondere als Argumente für Methoden von Iteratoren
  • Closures, Continuations, callcc, binding und lambda als Erbe von funktionalen Sprachen
Ruby ist komplett objektorientiert. Alle Daten sind Objekte, anders als bei Java gilt dies auch für die Basistypen. Mit sehr wenigen Ausnahmen enthält jede Variable eine Referenz auf das Objekt, nicht das Objekt selbst. Weiterhin gibt es (im Gegensatz zu prozeduralen Programmiersprachen) keine Funktionen, sondern lediglich Methoden. Um den Umstieg von prozeduralen Programmiersprachen zu erleichtern, erlaubt es Ruby jedoch, Methoden global zu definieren, welche zur Basisklasse hinzugefügt werden, sowie Methoden ohne expliziten Empfänger aufzurufen. Technisch handelt es sich allerdings um Methoden des Moduls, das heißt der Datei in der die Methode steht. Dadurch kann man, obgleich Ruby selbst objektorientiert ist, auch strukturiert und prozedural programmieren. Besonders mächtige Konzepte von Ruby sind sehr einfach zu implementierende und verwendbare Mixins und Blöcke als Argumente von Methoden. Erstere erlauben verbesserte Wiederverwendbarkeit und Erweiterbarkeit von Code und erlauben eine Mehrfachvererbung zu simulieren. Letztere machen klassische Schleifenkonstruktionen und damit verbundene Probleme wie Pufferüberläufe in vielen Fällen obsolet. Zudem ist Ruby weitgehend introspektiv, so dass sich durch Methodenaufrufe oder mit geeigneter Software (z. B. rbbr) eine weitgehende Referenz der verwendeten Klassen einsehen lässt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Herstellers und auf der Wikipedia.




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